Unterwegs im Allgäu/ Bregenzerwald

CIMG2563Hier findet ihr den Reisebericht von unserem Tourguide Herbert und seiner kürzlichen Tour im Allgäu/ Bregenzerwald.

Es gibt  Hotels die man gerne besucht, weil sie ein Stück „zu Hause“ sind. Eines davon ist der Ochsen in Sulzberg, unser Tourenhotel für die nächsten Tage. Die ersten Tourenteilnehmer waren bei meiner Ankunft schon da, der Rest traf kurz darauf ein. Gleich am ersten Abend konnten wir die Küche des Hotels testen. Um es vorweg zu nehmen: Um auf seine Linie zu achten ist dieses Hotel vollkommen ungeeignet. Ich werde sogar  zukünftig empfehlen, die Motorradbekleidung für diese Tourentage nicht zu eng zu wählen :-). Hinzu kommt noch die grandiose Lage des Hotels mit einer unvergesslichen Aussicht.

Abends beim Kennenlernen gab es einige bekannte Gesichter, sogenannte ‚Wiederholungstäter‘. Almoto macht demnach alles richtig, zufriedene Gäste werden zu Stammkunden.

Unser erster Tourentag führte uns in das herrliche Alpenvorland. Leider wissen das auch andere Urlauber, die schöne Stadt Füssen steht kurz vor dem Verkehrsinfarkt. Daher, nach dem Pflichtfotostopp an den Königsschlössern, gleich die Flucht ergriffen, weg von den Bundesstraßen, gewechselt auf kleine und kleinste Straßen und schon stand dem Genuss nichts mehr im Wege. Schöne Hügellandschaften, Badeseen, kleine kurvige Straßen, Allgäu pur. Was will das Bikerherz mehr? Die Zeit verging wie im Flug. Nach einer Einkehr zum Mittagessen wurde wieder gefahren auf äußerst kurzweiligen Straßen, als ‚Besichtigung‘ gab es einen Besuch in einer bekannten Brennerei. Unglaublich, wie lecker Hochprozentiges aus Holzfässern schmecken kann. Schade, als Motorradfahrer muss man sich beim Probieren sehr zurückhalten. Schade auch, dass die Aussicht vom Pfänder auf den Bodensee ausfiel, zu dicht waren die Wolken und das ließ nichts gutes für den nächsten Tag erahnen.

So war es dann auch. Dichte Wolken am nächsten Morgen und leichter Regen. Aber vielleicht wird es ja besser, schließlich war die Wettervorhersage für den vorangegangenen Tag auch schlecht und es kam viel besser. Die Tour wurde  etwas geändert da einige nicht ausreichend mit Regenbekleidung ausgestattet waren. Gott sei dank liegt Sonthofen auf dem Weg und dort gibt es ja einen Fabrikverkauf der Firma Held. Ein riesiges Angebot, es gibt für jeden was. ‚Regenkombis gehen heute gut, oder?‘ Die Verkäuferin nickte und konnte sich das Grinsen nicht verkneifen. Frisch ausgestattet mit neuem Regenschutz hatte sogar der Wettergott etwas Einsehen und machte mit dem Regen eine Pause. Leider nur bis ins Lechtal, wo sich die Schleusen wieder öffneten. Nach dem Mittagessen wurde es noch schlimmer und auf dem Hochtannberg kam noch Nebel dazu. Igitt, wahrlich kein Bikerwetter, aber da mussten wir jetzt durch. Abends beim Essen gab es dafür Programm: Zur Vorspeise noch dichter Nebel, die Hauptspeise dann mit ersten, sichtbaren Lichtern im Tal, beim Nachtisch dann Blick auf die ersten Gipfel. Klar, es gab noch einzelne Nebelschwaden, aber es gab auch Hoffnung auf einen tollen letzten Tourentag.

Leider konnte uns Anna an diesem Tag nicht mehr begleiten. Sie erhielt einen Anruf ihres Chefs und musste zurück, die Pflicht rief. Um Anna tat es mir leid, gerade sie ist mir ans Herz gewachsen, kannten wir uns doch bereits aus dem Vorjahr von der Kärntentour. Wirklich schade!

Nachdem wir am Vortag einiges weglassen mussten wurde die Abfahrt am Samstag kurzerhand vorgezogen und um einige Programmpunkte ergänzt. So wurde es dann eine stramme Tour, über 7 Pässe und 330 km. Meine Mitfahrer wuchsen über sich hinaus, keine Spur von Konditionsschwäche und so erreichten schließlich 9 strahlende Gesichter wieder den Ochsen um ein zischendes Stiefelbier zu genießen. Die Tour hatte es in sich. Tolle Aussicht vom Bödele, schöne Ausblicke ins Rheintal, dann Furka- und Faschinajoch als Zwischengipfel vor der Silvrettastraße zur Bieler Höhe. Dort gibt es sogar Wildpferde, auch das weiße Pferd war dabei (Insider),  ruckzuck durchs Paznauntal, dann den Arlberg und den Flexenpaß und zu guter Letzt noch den Hochtannberg, diesmal mit Aussicht.

Es war eine prima Truppe die sich schnell zusammen fand. Wir hatten viel Spaß zusammen – jaja, das rote Licht (Insider) –  wir haben geschlemmt und konnten mit edlen Tropfen anstoßen auf die Touren, auf die Geselligkeit, aufs Motorradfahren und, und, und ….. und auf den Weltfrieden (wieder ein Insider). Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich nochmals bei allen für das liebe Geschenk bedanken. Ich habe mich sehr gefreut und ich war gerührt! Wie habt ihr wohl mitbekommen daß ich Käse mag? 🙂

Unbedingt lobend erwähnt werden muß der Gasthof zum Ochsen. Toll gelegen, eine super Küche und ein richtig nettes Personal. Dieses Haus ist wirklich zu empfehlen. Sicher dürfen wir auch 2014 wieder dort wohnen. Ich freue mich auf die nächste Saison, einige wollen mich ja in meine Lieblingsregion, das Trentino, begleiten. Dann treffe ich wieder bekannte Gesichter. Motorradreisen können so schön sein!

Euer Herbert

Die Bilder zur Tour findet ihr hier: http://www.bilder.almoto.info/2013-motorradtouren-deutschland/bikertouren-durch-das-allgaeu-2013/

 

2 comments to “Unterwegs im Allgäu/ Bregenzerwald”
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  1. Die Tour war einfach Klasse und es hat richtig Spaß gemacht!! Die unterschiedlichen „Vorkenntnisse“ und Erfahrungen der Teilnehmer beim Gruppenfahren und das durchwachsene Wetter taten dem keinerlei Abbruch – nicht zuletzt natürlich Dank der super Organisation unseres Tourguide`s Herbert! Die Truppe hatte sich schnell „gefunden“ und die Unterkunft war bestens ausgesucht, so das auch die Abende bei köstlicher Völlerei und „Benzingesprächen“ äußerst kurzweilig waren!
    Für mich war es mit Sicherheit nicht die letzte Tour mit almoto!

  2. Vielen Dank für diesen tollen Reisebericht! Ja, der Bregenzerwald ist echt sehr schön und empfehlenswert. Ich war selber ein paar Mal da, erst neulich für einen Urlaub in einem Hotel. Mir hat die Natur sehr gut getan, die Atmosphäre in Vorarlberg sowie die Freizeitakitvitäten, die man unternehmen konnte. Echt empfehlenswert! 🙂

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