Biker Days Garmisch

Gerade 1 Tag vorher zurück gekehrt von unserer Tour am Gardasee sollte es nun nach Garmisch gehen. Jedes Jahr aufs Neue feiert BMW hier sein Dasein und als BMW Fahrer ist dieses Treffen einfach ein Muss. Der Treffpunkt für unsere Gäste zu dieser Tour war in hier in Dresden und eine zweite Gruppe startete von Aachen aus. Gestern auf meinem Heimweg vom Gardasee war die Hitze in Deutschland kaum zu ertragen, bei über 30 Grad macht Motorradfahren leider nicht mehr soviel Spaß.

Über Nacht ein Temperatursturz auf 10 Grad machten den Tourenstart nach Franken auch nicht erträglich. Was muss-das muss und so starteten wir von Dresden aus  in Richtung Franken. Das Wetter spielte gerade mal bis zur Grenze nach Tschechien mit, ab dort Regen und Sturm- eine Herausforderung für jeden Motorradfahrer denn auf gerader Strecke in Schräglage zu fahren aufgrund der starken Seitenwinde war gar nicht so einfach. Alle hielten eisern durch und irgendwann wurde das Wetter auch wieder besser. In Franken wurden wir mit Sonnenschein begrüßt und das erste Bier nach Ankunft auf der Terrasse des Hotels war ein gelungenes Willkommen.

 

Am nächsten Tag zeigte sich der Wettergott von seiner guten Seite und entlang kleiner Nebenstrecken näherten wir uns Garmisch. Wer ihm die Laune verdorben hat weiß ich nicht, 20 km vor unserem Ziel öffneten sich mal wieder alle Schleusen, begleitet von einem heftigen Gewitter und Weltuntergangsstimmung war es nicht das was wir hier erwartet hatten. Egal, wir sind heil angekommen und eine heiße Dusche jagte wieder normale Temperaturen durch unsere Körper.

Gegen 19 Uhr traf unsere Gruppe aus Aachen ein, völlig durchfroren und durchnässt aber voller Stimmung, wie sie nach so einem Tag nicht zu erwarten gewesen wäre. Der gemeinsame Abend war sehr unterhaltsam und lustig, da jeder so seine Anekdoten des Tages zum Besten gab.

Am nächsten Tag ging es gleich früh zum Festgelände, eine erste kleine Runde zum Kennenlernen machte Spaß und da der Wetter App ab 13 Uhr erneuten Regen ansagte entschlossen wir uns recht schnell zu einer kleinen Tour starten. Die Straßen waren zum Glück  leer, kleine Bergstrecken, kleine Pässe bei trockener Straße machten einfach nur Laune.  Liebe Bayern, liebe Österreicher – ich hoffe ihr wisst was ihr hier für eine tolle Landschaft und vor allem tolle Motorradstrecken habt. Ich muss das sicher nicht bezeugen.

Pünktlich 13 Uhr öffneten sich wieder alle Schleusen des Himmels und ich fand es einfach nur schade, weil der Plansee definitiv besser bei Sonne ausgeschaut hätte. Im Hotel angekommen und getrocknet ging es auf zum Festgelände. Eine Party wie sie man sie sich kaum vorstellen kann. Jeder der BMW für sich als Marke entdeckt hat wurde hier bei den zahlreichen  Ausstellern fündig. Da eine Idee, dort eine Idee – erstaunlich womit sich so ein Motorrad veredeln lassen kann. Kennzeichen aus aller Welt waren vertreten! Die abendliche Party im BMW Zelt war dann doch gewöhnungsbedürftig. Ich mag die Marke BMW aber ich mag keine bayrische Volksmusik, die mich an das Oktoberfest erinnert. Jeder hat da so seine eigene Meinung und mögen die Bayern so feiern – mein Ding war es nicht. Der Abend war frei für unsere Gäste, jeder konnte selber entscheiden was er tun und lassen möchte. Am Ende entschied sich die Mehrheit für den Rückzug. Einem entspannten Bier im Hotel war doch nichts entgegen zu setzen. Ein Kellner mit so trockenem Humor, dass er zum Lachen wahrscheinlich in den Keller geht, hat bei uns für Humor gesorgt und der Abend wurde länger als gedacht.   

Am nächsten Tag nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen. Eine lange Wegstrecke lag vor uns. 13 Gäste verabschiedeten sich voneinander, der eine Teil nach Aachen, der andere Teil nach Dresden. Für uns Dresdner hieß es 600 km bis nach Hause und die ersten 300 km ging es über Landstraßen und gutem Wetter bis Regensburg. Wie schon die Tage zuvor öffneten sich nach dem Mittagessen die Himmelsschleusen und somit verbrachten wir die restliche Strecke bei strömenden Regen. Warum nur kann es nicht einfach nur ganz normales Wetter sein? Ich habe den Regen so satt aber darauf nimmt der Wettergott heute keine Rücksicht. Bin ich froh wenigstens Heizgriffe zu haben die ein wenig Wärme ankommen ließen.

Gegen 18 Uhr näherten wir uns der Heimat, ein letzter Stopp, ein letztes Goodbye und alle verschwanden auf schnellem Wege um wohl genauso schnell zu Hause ein heißes Bad einzunehmen.

Völlig verfroren und nass kam auch ich zu Hause an. Ich freute mich meinen Mann zu sehen, meine BMW zum Trocknen in der Garage abzustellen und auf einen Abend, wo ich nur noch die Füße hochlegen musste und sich jemand um mich sorgte.

Alles in allem war es eine schöne Tour, für das Wetter kann niemand und wir haben das Beste daraus gemacht. Wir haben jede Menge Neuigkeiten mitgenommen, interessante Leute kennen gelernt und danke an BMW für dieses gigantische und vor allem gut durch organisierte Event!

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