„Einsteller“ ade?

Ich „liebäugel“ (wie der Sachse sagt) gerade mit einem neuen Mopped, wer mich kennt weiß mit Welchem, wer mich nicht so gut kennt sollte sich überraschen lassen.
In Anbetracht dieser Tatsache möchte ich trotzdem gern mein Kennzeichen behalten, es ist mein Markenzeichen geworden und ich hänge daran. Es gibt sicher Leute, die können und werden das nie verstehen. Was bedeutet schon ein Kennzeichen? Mit bedeutet es sehr viel und irgendwie hänge ich daran. Ich hatte damals wahnsinnig viel Glück und das Glück möchte ich eben behalten.

Heute erfuhr ich, dass die sogenannten „Einsteller“ nicht mehr für Motorräder vergeben werden. Egal, ich hab ihn ja schon und das Kennzeichen war auch schon bei meiner vorhergehenden Gefährtin dabei. „Nein, so geht das nicht mehr“ wurde mir erklärt, meldest du dein Motorrad ab ist auch das Kennzeichen weg.
Ich wollte es nicht glauben und fuhr sofort zur Zulassungsstelle. Die nette Dame am Empfang bestätigte mir genau das, ich bin geschockt, begreife es nicht und verstehe gerade die Welt nicht mehr! Im Rahmen der neuen Regelung zu den kleinen Kennzeichen sind ab sofort die sogenannten „Einsteller“ nur noch amerikanischen Fahrzeugen vorbehalten. Was für ein Schwachsinn ist das denn? Wieviel amerikanische Sportwagen gibt es in Deutschland gegenüber Motorrädern?

 

Ok – ich muss mich erst einmal an den Gedanken gewöhnen. Vielleicht ändern sich die Vorschriften irgendwann, in Deutschland nichts Ungewöhnliches. Also melde ich mein Motorrad ab, nehme mir ein neues Kennzeichen, reserviere meinen „Einsteller“ bis auf Weiteres und warte mal ab bis die wieder erlaubt sind. Weit gefehlt! Mit der neuen Regelung gibt es kein Anrecht mehr auf die Reservierung von „Einstellern“ – hieß es. Wie böse ist das denn?  Toben, schreien, weinen? Bringt auch nichts dachte ich mir und mit hängendem Kopf verließ ich die Zulassungsstelle. Was hat es uns Motorradfahrern gebracht um kleine Kennzeichen zu kämpfen? Nichts! Wir sind jetzt noch viel schlechter dran und müssen uns in Deutschland den amerikanischen Fahrzeugen beugen. Fortschritt wo bist du geblieben?

Ich kann mich noch immer nicht an den Gedanken gewöhnen ein kleines Kennzeichen zu haben mit Buchstabenkombinationen die momentan bei den 30-igern beginnen, irgendwann muss ich es wohl oder ich fahre meine kleine GS bis zum bitteren Ende, denn solange darf ich es behalten.  Sollte mich ein kleines Wunschkennzeichen daran hintern ein neues Motorrad zu kaufen? Bin ich da einfach nur ein Stück zuviel „Frau mit Emotionen“? 

Wer für diesen Fall eine Lücke kennt dem ich bin ich für Tipps sehr dankbar. Einen amerikanischen Wagen will ich nicht, ich will „Made in Germany“ und ich will mein Kennzeichen behalten, nicht mehr und nicht weniger! 

5 comments to “„Einsteller“ ade?”
5 comments to “„Einsteller“ ade?”
  1. Das ist dann aber nur in Dresden so … habe am Freitag BI-MZ9 bekommen. Aber die Einsteller waren da auch erst seit zwei Tagen wieder zu bekommen meinte die Dame von der Zulassungsstelle. Wäre ich also drei Tage früher da gewesen hätte ich es nicht bekommen sondern wäre mit der gleichen Erklärung nach Hause geschickt worden wie Du. Also am besten jede Woche wieder nachfragen, vielleicht sind die auch bald bei Euch wieder zu haben.
    Kopf hoch Manuela … die Hoffnung stirbt zuletzt.

  2. Danke an euch für die Tipps! Vielleicht bring ich dem Chef der Zulassungsstelle jede Woche noch ein Stück hausgebackenen Kuchen 🙂 Nein Spaß beiseite, vielleicht habe ich ja Glück wenn es soweit ist und ich werde hartnäckig bleiben.

  3. Es trifft ja nicht nur die Motorradfahrer und -innen, auch Autofahrer, die genauso langjährig an ihren Einstellern hängen, sind betroffen. Was mich aufregt, ist die unterschiedliche Handhabung und scheinbare Willkür in den Zulassungsbezirken. Bei mir ist es die Zulassungsstelle Cottbus, die das durchzieht, während Landkreise in unmittelbarer Nachbarschaft (SPN, OSL usw.) fröhlich weiter Einsteller auch an PKWs vergeben. Betteln und Beschweren hilft nichts, die Mitarbeiter der Zulassungsstelle Cottbus berufen sich auf eine interne Anweisung des Ministeriums, weigern sich aber, diese zur Einsicht vorzulegen.

    Es gibt sicherlich Wichtigeres im Leben, aber wenn man vor 15 Jahren für einen Doppelbuchstaben mit einer 1 so lange gekämpft hat, dann bringt einen diese Regelung bei einem erzwungenen Fahrzeugwechsel auf die Palme. Und da dies der einzige für mich auffindbare Ort im Internet ist, an dem die Thematik diskutiert wird, möchte ich hier um neue Erkenntnisse, einen eventuellen Bekanntwerden der Rechtsgrundlage oder ähnliche weiterführende Informationen bitten.

    Vielen Dank
    Jorke

    • Hallo Jorke,
      ich kann deine Verärgerung nur zu gut verstehen, mir ging es damals genau so. Hinter vorgehaltener Hand wurde mir damals gesagt, dass sich diese Regelung bald wieder ändern wird, ob es inzwischen in Dresden passiert ist kann ich nicht sagen. Versuch es doch einfach mal mit etwas diplomatischem Geschick, geh bis ganz nach oben, erkläre deinen Unmut und dein Unverständnis in netter Form – es gibt immer eine Ausnahme von der Ausnahme und vielleicht nimmt dich jemand ernst und meint es gut mit dir. Manchmal hilt es einfach permanent am Ball zu bleiben, ich wünsche dir jedenfalls viel Glück dabei!

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