Unterwegs im Allgäu und Bregenzerwald

bearbeitet 20140808_135138Hier der Reisebericht zur Tour von unserem Tourguide Herbert.

Unser Hotel in Sulzberg, war, wie gewohnt, einfach klasse. Egal was man bestellt, das Essen ist aller erste Sahne. So kann es leicht passieren, dass die Motorradbekleidung gegen Ende der Tour etwas spannt.

Auch in diesem Jahr trafen sich wieder gut gelaunte Reiseteilnehmer zu unserer diesjährigen Allgäutour. Unser erster Tag führte uns auf kleinen Straßen durchs Alpenvorland. Die typischen Allgäu-Highlights, die Königsschlösser betrachteten wir nur aus der Ferne, schließlich sind wir ja zum Motorradfahren da. Ok, ganz ohne Besichtigung ging es natürlich doch nicht, wir besuchten die Wieskirche. Diese herrliche Rokokokirche muss man wenigstens einmal im Leben gesehen haben, sie ist wirklich sehenswert. Weiter ging es auf kleinen und kleinsten Straßen fast gänzlich ohne Verkehr, erst in der Bodenseeregion wurde es wieder voller.

Am zweiten Tag führte uns die Tour ins Lechtal. Vorher gab es einen kurzen Stopp in Sonthofen, glücklicherweise gibt es da den Shop der Firma Held wo es neben den bekannten Handschuhen auch sonstige Motorradbekleidung in großer Auswahl bietet. Dies war auch nötig, hatte sich doch der Reißverschluss der Jacke eines Teilnehmers verabschiedet, also musste Ersatz her. Weiter übers Oberjoch bis ins Lechtal, gab es leider die Keule ab Reutte. Eine nicht enden wollende Blechkaravane, Urlauber auf dem Weg in den Süden. Da mussten wir durch, es gibt keinen anderen Weg um das Berwanger und Namloser Tal zu genießen. Der Unterschied war enorm – erst Massen von Autos auf der Fernpassstraße, dann ab Berwang totale Leere. Einfach nix los, das kam uns gerade recht. Also, freies fahren: Jeder findet sein Tempo selbst, entweder Rastenkratzend durch die Kurven oder genussvolles Kurvenschwingen, jeder wie er mag. Leider viel zu schnell vorbei, ruckzuck ist man wieder im Lechtal. Als nächstes stand ein Besuch in der kleinsten eigenständigen Gemeinde Österreichs auf dem Programm. Nur etwa 50 Einwohner gibt es, trotzdem ist alles da. Wir interessieren uns natürlich für das Gasthaus Alpenrose, ein idealer Ort um mal zu pausieren, leere Bikermägen zu versorgen und um auf der Terrasse die Sonne zu genießen. Dass der Weg dorthin natürlich tolle Kurven aufweist versteht sich von selbst. Es folgte der Hochtannbergpass und nicht viel später kam Sulzberg in Sicht. Ein toller Motorradtag ging zu Ende.

Unser letzter Fahrtag wurde leider sehr nass. Extra eine halbe Stunde eher aufgebrochen um die Vielzahl der Pässe zu schaffen, mussten wir nach dem dritten Pass die Tour ändern. Petrus meinte es wahrlich nicht gut mit uns, die Wetterfee (gibt es nur bei Almoto) berichtete am Telefon, dass die Silvrettastraße im dichten Nebel liegt, strömender Regen vor Ort. Unglücklicherweise zogen die Regenwolken ausgerechnet in die Richtung in die wir fahren wollten. Sicherheit geht vor, also Alternativprogramm. Der tolle Blick vom Pfänder auf den Bodensee entschädigte dafür wenigstens etwas für die ausgefallenen Highlights.

Trotz aller Unwegsamkeiten konnten sich unsere Gäste ein Bild davon machen, dass diese Gegend viel mehr hergibt als in drei Fahrtagen zu schaffen ist. Sicher werde ich den einen oder anderen von unseren Teilnehmern wiedersehen und ich freu mich heute schon darauf.

Euer Herbert

Die Bilder zu der Tour gibt es hier: http://www.bilder.almoto.info/2014-motorradtouren-deutschland/motorradtour-durch-das-allgaeu-august-2014/

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.