Eine Reise in das Land der Motoren

IMG-20150608-WA0012Und hier wieder ein Reisebericht von unserem Tourguide Herbert.

Unsere diesjährige Reise in die Emilia Romana startete von unserem bewährten Ausgangshotel in der Nähe von Rosenheim. Gutgelaunte Fahrer gingen auf die stramme Anreise nach Bologna. Stramm deswegen weil wir es uns nicht einfach machen und für die Anfahrt die Autobahn nehmen. Ok, durch die Po-Ebene kommt man so am besten voran, aber durch die Alpen nur auf schönen Strecken.

Über den Pass-Thurn, die Felbertauernstraße und ab Lienz das Pustertal, schon war Österreich durchfahren, mit dem Kreuzbergpass und dem Passo San Antonio warteten die ersten italienischen Aufgaben auf uns. An Longarone und Belluno vorbei ging es kurz vor Feltre auf meinen Lieblingsberg der Region, den Monte Grappa. Leider war es zu dunstig, trotzdem kann man von da oben – wenn man Glück hat – die Adria und Venedig sehen. Das letzte Stück bis Bologna ging es dann über die Autobahn, wir wollten schließlich ankommen. In Bologna überraschte uns das von ALMOTO ausgesuchte Hotel. Toll gelegen in einem Park umgeben von viel Grün, trotz der wirklich verkehrsgünstigen Lage. Unter freiem Himmel wurden wir mit italienischen Spezialitäten verwöhnt, Essen mit Atmosphäre, so lässt es sich leben.

Am nächsten Tag warteten die Berge hinter Bologna auf uns. Dieses Hügelland hat es wahrlich in sich. Kurve an Kurve reiht sich aneinander, es hört einfach nicht auf. Irgendwann kommt sie dann in Sicht, die Rennstrecke von Mugello. Muss man sich ansehen wenn die „Speedspezialisten“ mit über 300 km/h die Gerade entlang brausen, leider geht es auf Dauer etwas auf die Ohren. Macht nichts, kurz drauf beim Mittagessen in Borge San Lorenzo hatten wir wieder Ruhe und saßen gottseidank gut gekühlt. Bei der Hitze tat die Klimaanlage des Restaurants für eine Stunde wirklich gut. Weiter ging es zum Passo Muraglione. Eines sollte man hier nicht machen: Sich mit den „Locals“ anlegen. Klar, die Jungs kennen hier jeden Kanaldeckel und fahren den Gästen geradezu um die Ohren. Wir hingegen genießen die tolle Landschaft und die grandiosen Straßen. Nach dem Überqueren zweier Hügelketten Richtung Westen kamen wir nach Imola. Es ist immer wieder unglaublich, eine Rennstrecke mitten in der Stadt auf der regelmäßig gefahren wird. Bei uns wäre so etwas schon längst geschlossen. Aber die Tifosi sind eben motorenverrückt, dort geht sowas.

Unser zweiter Fahrtag führte uns zum Monte Cimone, einem Skigebiet der Region. Die Kurven sind hier genauso zahlreich wie am Vortag, der Straßenbau und -verlauf noch ausgefallener, zum Teil auch rustikaler. Bei Fahrern von Sportmotorrädern sind hier echte Nehmerqualitäten gefragt. Nach dem nicht enden wollenden Kurvenfeuerwerk erreichten wir  Maranello, der Heimat der roten Zweitürer mit dem springenden Pferd. Danach ging es weiter auf eine Balsamicofarm. Hier wurden wir über das Herstellung des Balsamico informiert und durften verkosten. Versorgt mit kleinen Flaschen der Köstlichkeiten ging es wieder ins Hotel.

Für die Heimreise wählten wir eine etwas andere, dafür auch weitere Route. Auf der Autobahn war Schio schnell erreicht, über die Hochebene von Lavarone zum Kaiserjägersteig. Diese schmale Straße bietet Aussichten der Extraklasse auf die Seen Caldonazzo und Levico. Über den Passo Manghen geht es in das Valle die Fiemme. Pordoijoch, Falzarego, bekannte Namen begleiten uns auf dem Wege nach Cortina, auf gut ausgebauter Straße ist dann Toblach schnell erreicht. Durch den Felbertauern ging es ruckzuck durch die Tauern, kurz nach 19 Uhr erreichten wir wieder unser Ausgangshotel in Oberbayern.

An dieser Stelle ein großes Lob an meine Mitfahrer: Ihr seid tapfer gefahren, besonders die An- und Abreise sind ja wahrlich anspruchsvoll. Mir hat es Spaß gemacht mit Euch, wir hatten viel Spaß zusammen. Sicher sehe ich Euch wieder.

Euer Herbert

 

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