Pfingsten im Trentino

IMG-20150526-WA0050Und hier der Bericht zur Tour von unserem Tourguide Herbert.

Gute Laune trotz schlechtem Wetter

In Rohrdorf trafen sich bei noch guten Wetter meine Gäste. Viele Stammgäste, aber auch Neulinge wollten die Spezialtour ins Trentino in Angriff nehmen. Leider versprach der Wetterbericht für unseren Anfahrtstag nichts Gutes. So kam es dann auch. Am Tegernsee hatte er uns, der Regen. Also rein in die Regenkombi und weiter. Mittagessen hinter Igls, dann folgte Schnee am Brenner. Im Mai. Geht’s noch? Richtung Bozen würde es heller, so konnten wir wenigstens ein Highlight einbauen, den Mendelpass. Freies Fahren auf dieser grandiosen Bergstrecke, nicht enden wollende Kurven um den Lago Giustina, dann Trient und wir erreichten unser Hotel am Levicosee. Unser erster Fahrtag führte uns gleich auf den Monte Baldo. Nix los auf der Straße, so konnte man richtig Gas geben bevor es durch eine abenteuerliche Schlucht wieder bergab ins Etschtal ging. Gegenüber wartete dann gleich das nächste Kurvenpaket auf uns, die Auffahrt in die Lessinischen Berge. Auf bis zu 23% ging es hinauf, leider meinte es der Wettergott nicht gut mit uns. Gerade noch in eine typische lessinische Kneipe gerettet gab es köstliche Spaghetti, aber der Wettergott erwischte uns richtig. Wir mussten abbrechen, in den Wolken weiter zu fahren machte einfach keinen Sinn. So fuhren wir auf dem Weg zum Hotel über die Hochebene von Lavarone, und nahmen den Kaiserjägersteig als Abschluss.

An unserem zweiten Fahrtag vor Ort erwartete uns gleich meine Lieblingsstrecke in diesem Revier, mein geliebter Monte Bondone. Diese Kurvenorgie hat es wahrlich in sich. Mit stets bestem Asphalt versehen gibt es hier Kurven in allen Kategorien. Für den guten Straßenzustand ist der Motorsportclub von Trient verantwortlich, dieser veranstaltet jedes Jahr Ende Juni ein Bergrennen, Beziehungen muss man halt haben … Die Rückseite vom Monte Bondone ist vollkommen anders. Kurven mit großen Radien lassen bergab ein deutlich höheres Tempo zu. Durch Riva, am Ledrosee entlang bis zu einem versteckt liegenden Restaurant in Bagolino. Am Idrosee entlang hoch nach Capovalle und dann die nächste Kurvenorgie entlang des Valvestinosees. Auf der Alpe die Garda gab es schließlich Käse vom Feinsten, dann der Ausblick von der Schauderterasse. Immer wieder beeindruckend, hier geht es 400 m senkrecht abwärts. Auf der Fahrt durch die bekannte Brassaschlucht passierte einem Teilnehmer leider ein Missgeschick, durch ein Ausweichmanöver wurde die schöne Repsol-Honda stark ramponiert. Was tun? Tour zu Ende? den ADAC rufen? Aber nein, Gottseidank hatte ich Kabelbinder dabei und, man soll es nicht glauben, damit kann man eine Verkleidung wieder befestigen. Hut ab, klasse gemacht, die Repsol fuhr wieder und sie schaffte es letztendlich auch nach Hause zurück. Ja, es kann wirklich nützlich sein wenn Tourteilnehmer begnadete Schrauberhände haben.

Kaiserwetter am Morgen unseres Heimfahrtages. Kurzweilig durch die Dolomiten aber der Großglockner war eiskalt. 0,1 Grad zeigte das Thermometer am Hochtor, es war unglaublich kalt.  Ein kurzer Kaffeestopp auf einer Alm in Zell am See, kurz drauf hatte uns Rohrdorf wieder. Mich hat auf dieser Reise ganz besonders die immer gute Laune meiner Teilnehmer gefreut der auch widrigste Witterungsverhältnisse nichts anhaben konnte. Wir hatten immer unseren Spaß. Wo fahren wir das nächste Mal hin? Schauen wir mal, mit Euch immer wieder gerne.

Gute Fahrt, bis bald, Euer Herbert

Die Bilder zur Tour gibt es hier: http://www.bilder.almoto.info/2015-motorradreisen-italien/mit-dem-bike-durch-das-trentino-in-italien/

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