Ostern am Gardasee

GardaseeEs war einmal der Gardasee …. Wo lässt sich besser Motorradfahren, wo erlebt man das, was die Phantasie schon oft in Bildern erträumt hat? Kurven räubern, jeden Tag schönes Wetter und in den Tag hineinleben. Wo kann Urlaub schöner sein? Genau hier am Gardasee findet jeder Motorradfahrer sein Revier und genau deshalb bieten wir seit 3 Jahren unsere Gardaseetour an, einmal im Leben als Motorradfahrer sollte man ihn „erfahren“ haben und ich verspreche euch – wer einmal hier war kehrt immer wieder zurück!

Es ist Ostern und  früh in der Saison. Ein langes Wochenende steht bevor und um sicher zu sein vor „Regenfahrten“ entscheiden wir uns kurzfristig die freien Tage am Gardasee zu verbringen. Wir sind nicht allein, Freunde die bisher nichts Besseres vor hatten sind begeistert von der Idee und mit von der Partie. Den Gardasee kenne ich nun seit 3 Jahren  und auch jede Menge schöner Strecken, von denen unsere Gäste immer wieder begeistert sind. Der Gardasee hat jedoch so viel mehr zu bieten und daher nutzen wir gemeinsam die Chance neue Strecken zu erkunden um noch mehr Individualität in unser Programm einzubringen.

 1000 Kilometer Anreise zum Gründonnerstag verspricht nichts Gutes. Jeder will dieses Wochenende nutzen um entspannte Ferien oder Urlaub zu verbringen. Wider Erwarten gestaltete sich die Anreise unkompliziert, kein Stau kein gar Nichts, nach 10 Stunden entspannter Anfahrt erwartete uns das Hotel oberhalb des Gardasee mit einer phantastischen Aussicht. Ein großer Parkplatz, gähnende Leere –  wo sind all die Touristen? Ist Ostern wohl doch nicht die Reisezeit für den Gardasee? Schnell die Moppeds ausgeladen, das Zimmer bezogen und ein erstes kaltes  „Azzuro“  genossen – jetzt sind wir endlich angekommen am Gardasee mit seinem warmen Klima und  gefühlten 1000 Kilometer endlosen Kurventrecken, die wir die kommenden Tage entdecken wollten.

Unsere Freunde sind in der Zwischenzeit auch angekommen und was liegt näher als den Abend bei lecker Spaghetti  und Tiramisu zu verbringen? Für uns der Einstieg in einen entspannten „Arbeitsurlaub“. Fertig vom Tag und gesättigt von einer hervorragenden italienischen Küche freute ich mich auf mein Bett und all das was noch kommen sollte.

Morgens früh 7:00 Uhr der erste Weckruf, nein kein Wecker sondern fröhlich zwitschernde Vögel und eine aufgehende Sonne, die mit voller Kraft in mein Zimmer schien. Egal wie oft ich versuchte mich umzudrehen – mit dem Schlaf war es vorbei als ob sie mir sagen wollte „Steh endlich auf sonst verpasst du etwas“!  Dafür bin ich ja hier und wer kann so einem Weckruf widerstehen? Also ab unter die Dusche und auf zum Frühstück. Unseren Freunden ging es wohl ähnlich, denn ich war nicht die erste beim Frühstück. Kurze Zeit später, fertig für die Tour und ausgestattet mit Kartenmaterial und GPS  ging es los. Unser Ziel für heute war es kleine Nebenstrecken zu erkunden, die uns zu den Highlights der Region führen, die wir bisher so noch nicht gefahren sind.  Aus geplanten 220 km wurden 280 km weil wir auch nur jede erdenklich kleine Straße entdecken wollten um zukünftig auch nur die wirklich besten Strecken anzubieten. Es machte uns allen viel Spaß und die eine oder andere Strecke boten Herausforderungen, wie ich sie niemals erahnt hätte.

Nach 3 Tourentagen wurde uns bewusst: das Netz an Straßen ist so unendlich, dass es wohl Monate braucht um alles abzufahren. Viele Strecken, abseits der touristischen Reisführer sind so interessant, dass ein Reiseführer so dick wie ein Lexikon wäre um alles wiederzugeben.  Zum Glück gibt es dieses Lexikon nicht und wir können unseren Gästen sagen, dass sie weitab von allen Reiseführern dieser Welt noch immer wieder etwas Neues entdecken werden.

Dieses Mal waren wir mit Freunden unterwegs und konnten experimentieren. Am Monte Pasubio galt es eine neue Strecke zu erkunden. Lang angekündigte Straßensperrungen waren für uns die Herausforderung es trotzdem zu versuchen. Wenn nicht jetzt wann dann? Vorbei an den letzten Treffpunkten italienischer Rollerfahrer, die uns nur Kopfschütteln deuten, das wir wohl verrückt sein müssen ließen wir uns nicht entmutigen. Vorbei an der Straßensperrung ging es ab in die Berge, wir wollten es ganz genau wissen! Zuerst nur Dreck und Split auf der zum Glück trockenen Straße, dann wurde es langsam eng, von Schneelawinen zur Hälfte verschütte Straßen, Leitplanken, die durch Lawinen  längst kein mehr waren – aber als uns das erste Auto entgegen kam waren wir uns sich, dass da wo er durchkommt wir schon längst durchkommen werden. Nach 20 Kilometern in der Einsamkeit und der Erkenntnis, dass es sich hier nur um einen Winterschaden handelt bin ich mir sicher, dass diese Strecke in wenigen Wochen von den Winterschäden beseitigt sein wird und wir unseren Gästen eine phantastische Motorradstrecke mit endlosen „Tornanti´s“ (auf deutsch Serpentinen) bieten können. In Rovereto angekommen wurden aus 10 Grad recht schnell angenehme 20 Grad und die erste „Gelatie” Bar wollte von uns erobert werden!

Nach 3 Tagen Motorradtouren am Gardasee, gefühlten 800 Kilometern Neuland  im Hintern und einer einzigartigen italienischen guten Küche, die es nicht einfacher macht nach diese Winterpause in  die eh schon viel zu enge Kombi zu schlüpfen  bin ich mir sicher unseren Gästen mehr als nur eine traditionelle Tour an den Gardasee zu bieten. Was soll es! Ich lebe nur einmal und das Jahr hat noch genügend Tage um sich einer Fastenzeit oder Diät hinzugeben, der Gardasee bietet die optimale Mischung aus Motorradfahren und kulinarischen Genüssen.

Wer einem hausgemachten Tiramisu oder ausgemachen Nudeln widerstehen möchte, sich Landschaften entziehen möchte, die Kurven ohne Ende auf bis zu 1500 Metern Höhe in völliger Einsamkeit entziehen möchte  der sollte besser zu Hause bleiben. Der Gardasee ist ein Tummelplatz für alle, die sich gern zeigen, für Wohnmobile, für Cabriofahrer, aber auch  für Motorradfahrer. Der Unterschied liegt nur darin, dass nur die Motorradfahrer sich in den Bergen wohl fühlen und hier zum Glück unter sich sind. Überlassen wir die Küstenstraßen doch denen, die sich zeigen wollen- und sollte es sich dennoch ein Wohnmobil in den Bergen verirren dann wohl nur weil sie es nicht besser wussten und angesichts der engen Straßen schnell wieder bergab ziehen wird.

Ausführliche Informationen zu unserer Tour 7 Tage Gardasee finden Sie hier:

http://www.almoto.de/this_tour.php?show_tour=144&show_region=57

One comment to “Ostern am Gardasee”
One comment to “Ostern am Gardasee”
  1. Wir gehören zu den glücklichen Freunden, die diese Tour mit genießen konnten. Zum 3.Mal am Gardasee, sind wir immer wieder überrascht, jedesmal neue, wunderschöne Strecken zu entdecken. Noch höher, noch kurviger, noch bessere Aussicht, noch bessere Restaurants. Lässt sich das noch steigern??? Wir werden sehen… 😉

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